Wie im Flug vergangen:

Die Geschichte des Flughafens Sylt

Auch wenn unser Flughafen vielleicht nicht zu den größten gehört, so sind wir doch einer derjenigen mit der längsten Linienflug-Tradition. Seit mehr als 100 Jahren kann unsere Insel bequem und schnell über den Luftweg erreicht werden. Die Kriegsjahre bremsten den Aufschwung aus, doch in den 70er Jahren nahm die Entwicklung und der Ausbau der zivilen Luftfahrt wieder Fahrt auf.

Die Zwanziger Jahre

Fahrt aufnehmen: Die Anfänge des Flughafens Sylt

Bereits im Februar 1919 nahm die Deutsche Luftreederei die erste Linienflugverbindung zwischen Berlin und Weimar auf und im Juni folgte die Strecke Berlin – Hamburg – Sylt. Auch wenn die Flüge nur während der Sommersaison durchgeführt wurden und die Flugzeuge seinerzeit nur drei bis fünf Personen befördern konnten, zählte man im Jahr 1925 bereits 2.560 Fluggäste auf Sylt.

Ende der zwanziger Jahre wurde der Sylter Flugplatz auf Drängen der Deutschen Verkehrsfliegerschule von bisher 17 auf 37 Hektar erweitert.

Die Dreißiger Jahre

Die Kriegsjahre: Das vorläufige Ende der zivilen Nutzung

In der zweiten Hälfte der dreißiger Jahre kam es aufgrund der strategischen Bedeutung der Insel Sylt erneut zu einem groß angelegten Ausbau des Flugplatzes. Er wurde zu einem Fliegerhorst mit drei sternförmig angelegten Start- und Landebahnen auf einer Gesamtfläche von 85 Hektar umgeplant, wobei die zivile Mitbenutzung vertraglich geregelt war.

Im zweiten Weltkrieg kam der Flugbetrieb ganz zum Erliegen.

Nach Kriegsende blieb es bis 1961 bei rein militärischem Flugbetrieb durch die alliierten Siegermächte. Erst als der Fliegerhorst in die Zuständigkeit der Bundeswehr übertragen wurde, gelang es, die vertraglich zugestandene zivile Mitbenutzung wieder zu etablieren.

Die Sechziger Jahre

Neustart: Aus Europa nach Sylt 

Neben Bedarfslinienflügen von und nach Hamburg, Kiel und Flensburg entwickelte sich in den sechziger Jahren eine Fluglinie Berlin – Sylt – Berlin, die anfangs als Charterstrecke vom Reisebüro Germania und später als subventionierte Linie von British Airways erfolgreich betrieben wurde. Zuvor flog Modern Air kurze Zeit mit einem Hansa-Jet parallel zum Charter-Betrieb diese Linie. Es folgten Pauschalflugreisen von Schweden und England sowie weitere Linienflugziele in alle Regionen Deutschlands. Flugzeugtypen wie Super-Constellation, Comet 4, Caravelle, BAC 1-11, DC 7, Vickers Viking, Super 1-11, B 737-200, ATP usw. waren regelmäßig auf Sylt zu beobachten.

Die Siebziger Jahre

Übernimmt das Steuer: Gründung der Flughafen Sylt GmbH

Im Jahr 1972 überließ die Bundeswehr das eigentliche Flugbetriebsgelände mit einigen Gebäuden der inzwischen gegründeten Flughafen Sylt GmbH, die nun eigenverantwortlicher Betreiber des Flughafens Sylt wurde. Erst jetzt konnte sich die allgemeine Luftfahrt ungehindert entwickeln – und das tat sie sehr rasch. Zur dringend gewordenen Kapazitäts- und Qualitätsverbesserung wurde 1990 ein neues Abfertigungsgebäude mit integriertem Kontrollturm, ein modernes Instrumentenanflugsystem mit entsprechender Anflugbefeuerung sowie eine Rettungs- und Fahrzeughalle errichtet.

Heute

Auf Zukunftskurs: Der Flughafen heute

Inzwischen verzeichnet unser Flughafen ein Verkehrsaufkommen mit jährlich steigender Tendenz. Um den steigenden Anforderungen unserer Passagiere und der Mitarbeiter gerecht zu werden, wurden die Flugsicherungseinrichtungen um ein Radarsystem und neueste Flugdatenverarbeitung ergänzt.

Heute sind wir stolz darauf, einen modernen und leistungsfähigen Flughafen zu betreiben, auf dem auch Segelflieger noch ihren Platz haben und wo trotz Größe und technischen Fortschritts die freundlich-familiäre Atmosphäre für Flieger und Fluggäste erhalten geblieben ist.

Öffnungszeiten

Für Sie erreichbar im Terminal 1
10.00–18.00 Uhr, lokale Zeit

Flughafenöffnungszeiten für Piloten:

Förderhinweis

Von Sylt – für Sylt: Wir sorgen dafür, dass unsere Passagiere bequem anreisen und gut erholt wieder nach Hause gelangen. Dabei freuen wir uns, dass wir uns stets auf die Unterstützung unserer langjährigen Partner verlassen können.

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